Therapieschwerpunkt

Traumafolgestörungen

Nach belastenden oder traumatischen Erlebnissen kann das seelische Gleichgewicht aus den Fugen geraten. In einem geschützten Rahmen unterstütze ich Kinder und Jugendliche dabei, Erlebtes schonend zu verarbeiten und neues Vertrauen zu gewinnen.

Geborgenheit und Ruhe im Therapieraum
Hintergrund

Erlebtes bewältigen. Wieder Sicherheit im Hier und Jetzt spüren.

Ein Trauma entsteht, wenn ein Ereignis (wie Unfälle, Verlust, Gewalt oder schwere medizinische Eingriffe) die bewältigenden Kräfte eines Kindes überfordert.

Traumafolgestörungen wie die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) äußern sich durch ungewollte Erinnerungen (Flashbacks), ständige Alarmbereitschaft oder Vermeidung von Auslösern. In der traumafokussierten Verhaltenstherapie schaffen wir zuerst maximale innere und äußere Sicherheit, bevor Erlebtes im eigenen Tempo verarbeitet wird.

geschützt behutsam traumafokussiert
„Das Trauma gehört zur Vergangenheit – Sicherheit und Kontrolle gehören der Gegenwart.“
Symptomanzeichen

Leitsymptome einer Traumafolgestörung

Nach traumatischen Erlebnissen zeigen Kinder oft charakteristische Veränderungen auf verschiedenen Ebenen:

Kategorie 1

Intrusionen & Wiedererleben

Aufdringliche, ungewollte Erinnerungsbilder, belastende Träume, Albträume oder plötzliche Flashbacks, bei denen das Kind das Gefühl hat, das schreckliche Ereignis geschehe erneut.

Kategorie 2

Vermeidungsverhalten

Konsequentes Ausweichen von Orten, Personen, Geräuschen, Medieninhalten oder Gesprächen, die auch nur entfernt an das belastende Erlebnis erinnern könnten.

Kategorie 3

Übererregung & Schreckhaftigkeit

Ständige seelische und körperliche Alarmbereitschaft, übermäßige Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Wutausbrüche sowie erhebliche Konzentrations- und Schlafstörungen.

Kategorie 4

Emotionale Taubheit & Rückzug

Gefehl von Ausgeschlossensein, Entfremdung von nahestehenden Menschen, Verflachung von Gefühlen oder Teilnahmslosigkeit gegenüber Hobbys und Freunden.

Wichtiger diagnostischer Hinweis

Bitte beachten Sie: Die hier aufgeführten Anzeichen dienen lediglich als erste Orientierungshilfe. Das Vorliegen einzelner Merkmale bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Kind von einer Traumafolgestörung betroffen ist. Eine zuverlässige und gesicherte Diagnose kann ausschließlich durch eine umfassende klinische Abklärung bei einem qualifizierten Spezialisten (wie einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder Facharzt) gestellt werden.

Mein Vorgehen

Das 3-Phasen-Modell der Traumatherapie

Traumatherapie erfolgt streng schrittweise. Sicherheit steht dabei zu jedem Zeitpunkt an erster Stelle:

Phase 1

Sicherheit & Stabilisierung

Aufbau von Vertrauen, Beruhigungstechniken, Tresor-Übungen und Etablierung äußerer sowie innerer Sicherheit im Alltag.

Phase 2

Traumabearbeitung

Schonende, traumafokussierte Verarbeitung der belastenden Erinnerungen im geschützten Rahmen und im eigenen Tempo des Kindes.

Phase 3

Reintegration & Zukunft

Einordnung des Erlebten in die eigene Lebensgeschichte als etwas Vergangenes, Stärkung der Resilienz und Zukunftsfreude.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wichtige Fragen von Eltern zur Traumatherapie:

Muss mein Kind detailliert über das Trauma sprechen?

Nein, nicht sofort und nur soweit es sich dafür bereit fühlt. Die Stabilisierung und das Erleben von Sicherheit stehen an erster Stelle. Es gibt auch kreative, spielerische und indirekte Methoden zur Verarbeitung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja. Die verhaltenstherapeutische Behandlung von Traumafolgestörungen ist eine Kassenleistung und wird von den gesetzlichen sowie privaten Krankenkassen übernommen.

Unterstützung nach schweren Erlebnissen

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam schaffen wir wieder Sicherheit.

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